Unison «Pressure Gets Too Deep»

Mit ihrer zweiten Comeback Single sind Unison endgültig in der Gegenwart angekommen.

Wäh­rend sich die im Okto­ber 2021 ver­öf­fent­lich­te Num­mer „Remem­ber When“ den guten alten Zei­ten und den Anfän­gen und Inspi­ra­ti­ons­quel­len der öster­rei­chi­schen Hip Hop For­ma­ti­on vor 15 Jah­ren wid­me­te, nimmt sich der neue Track eines Gefühls an, dass uns alle wahr­schein­lich aktu­ell stark prägt: es wird alles zu viel.

„Pres­su­re Gets Too Deep“ the­ma­ti­siert Über­for­de­rung und  Kon­troll­ver­lust. Nicht mit dem eige­nen Leben klar zu kom­men und völ­lig mit sei­nem Pro­ble­men allein gelas­sen zu wer­den. In den dich­ten Lyrics von MC Shnek steht  der öko­no­mi­sche Druck im Mit­tel­punkt, nicht für das eige­ne Aus­kom­men sor­gen zu kön­nen, weil für sich und die Fami­lie schlicht zu wenig rein kommt. Aber der Track besticht vor allem durch die lyri­sche Ver­dich­tung  der scho­nungs­lo­sen Dar­stel­lung des Innen­le­bens des ver­zwei­fel­ten namens­lo­sen Prot­ago­nis­ten des Songs.

Im star­ken Kon­trast zur Aus­weg­lo­sig­keit der geschil­der­ten Atmo­sphä­re steht der deepe Groo­ve des Rock­s­teady infi­zier­ten Beats von DJ Crum, wodurch der Song ins­ge­samt an poe­ti­scher Kraft gewinnt.

Die Wie­ner Crew Uni­son ist 1 1/2 Jahr­zehn­te nach ihrem letz­ten Release wie­der back im Game! Und das in der Ori­gi­nalb­set­zung! Das Trio, bestehend aus MC Shnek (halb bri­tisch, halb öster­rei­chisch), dem legen­dä­ren Pro­du­zen­ten Whizz Vien­na und DJ Crum ver­öf­fent­lich­te Anfang der 2000er Jah­re eine Rei­he von Ton­trä­gern wie die Sound­net­works EP oder Re:actions. Ihr dama­li­ges Label Beat­town wur­de von nie­mand gerin­ge­ren als Tris­hes (FM4 Tri­be Vibes) betrie­ben. Dank ihres inter­na­tio­na­len Sounds fan­den die Relea­ses auch Anklang außer­halb der engen Gren­zen ihres Hei­mat­lan­des Öster­reich und lan­de­ten welt­weit in den Plattenläden.